Kündigungsschutzklage: Welche Kosten entstehen Arbeitnehmern?

Im Erfolgsfall bringt eine Kündigungsschutzklage Arbeitnehmern die Wiedereinstellung oder eine Abfindung. Dabei können Anwalts- und Gerichtskosten entstehen. Zu klagen ist grundsätzlich auch ohne juristische Unterstützung möglich, aber nicht empfehlenswert.

Kurz gesagt:

  • Bei einer Kündigungsschutzklage können Gerichts- und Anwaltskosten entstehen.
  • Die Höhe der Kosten hängen mit dem Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers zusammen und sind gesetzlich geregelt.
  • Unabhängig vom Prozessausgang muss jede Partei immer den eigenen Anwalt bezahlen.
  • Die Gerichtskosten trägt die unterlegene Partei; sie entfallen bei einem Vergleich.

Was kostet eine Kündigungsschutzklage?

Bei einer Kündigungsschutzklage können Anwaltskosten und Gerichtskosten entstehen. Wie hoch diese genau ausfallen, ist gesetzlich geregelt durch

  • das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und
  • das Gerichtskostengesetz.

Berechnungsgrundlage ist immer der sogenannte Streitwert. Er beträgt bei einer Kündigungsschutzklage pauschal drei Bruttomonatsgehälter. Das bedeutet: Je höher das Einkommen des Arbeitnehmers, desto höher sind die Kosten der Klage.

Auch der Ausgang des Verfahrens beeinflusst die Kosten: Einigen sich die Parteien vor oder während des Prozesses auf einen Vergleich, erhält der Anwalt zusätzlich eine sogenannte Einigungsgebühr. Dafür entfallen die Gerichtskosten. Sie entstehen nur, wenn der Richter ein Urteil fällt.

Arbeitnehmer, die Kündigungsschutzklage einreichen haben gute Erfolgsaussichten: Die meisten Arbeitsschutzprozesse enden mit einem Vergleich. Nutzen Sie den Abfindungsrechner von CONNY, um zu ermitteln, wie viel Abfindung Ihnen möglicherweise zusteht.

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Wer trägt die Kosten?

Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen immer die eigenen Anwaltskosten – unabhängig davon, wie die Kündigungsschutzklage ausgeht. Wenn der Richter ein Urteil spricht und dadurch Gerichtskosten entstehen, muss sie immer die unterlegene Partei tragen.

Ihr Vorteil bei CONNY: Sie tragen kein Kostenrisiko, wenn Sie gegen eine Kündigung klagen. Denn Sie zahlen nur im Erfolgsfall. Erzielt unser Partneranwalt eine Abfindungszahlung für Sie, zahlen Sie lediglich ein vorher vereinbartes Erfolgshonorar an. Sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten trägt CONNY für Sie.

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Beispielrechnung: Kosten einer Kündigungsschutzklage

Das folgende Berechnungsbeispiel zeigt, welche Kosten entstehen, wenn ein Arbeitnehmer mit 3.000 Euro Bruttomonatsgehalt (Streitwert daher 9.000 Euro) gerichtlich gegen eine Kündigung vorgeht. Zu den Gesamtkosten kommen jeweils noch eine Auslagenpauschale von maximal 20 Euro und 19 Prozent Umsatzsteuer.

Szenario 1: Parteien einigen sich auf einen Vergleich

  • Gerichtskosten: entfallen bei Vergleich
  • Anwaltskosten: 1.973,00 €
  • Gesamtkosten für den Arbeitnehmer: 1.973,00 €

Szenario 2: Arbeitnehmer gewinnt durch Urteilsspruch

  • Gerichtskosten: 449 € (muss der Arbeitgeber zahlen)
  • Anwaltskosten: 1.641,40 €
  • Gesamtkosten für den Arbeitnehmer: 1.641,40 €

Szenario 3: Arbeitnehmer verliert durch Urteilsspruch

  • Gerichtskosten: 449 €
  • Anwaltskosten: 1.641,40 €
  • Gesamtkosten für den Arbeitnehmer: 2.090,40 €

Kann ich ohne Anwalt klagen?

Theoretisch können Arbeitnehmer die Kündigungsschutzklage selbst einreichen und sich in der ersten Instanz eines Kündigungsschutzprozesses selbst vertreten. Dadurch würden die Anwaltskosten entfallen.

Empfehlenswert ist dies allerdings nicht: Juristische Beratung ist bereits im Vorfeld der Klage wichtig, um einen aussichtslosen Prozess zu vermeiden. Zudem gilt es Fristen einzuhalten und Fehler zu vermeiden, um die Erfolgsaussichten oder die Höhe des Abfindungsanspruchs nicht zu schmälern.

Die Praxis zeigt außerdem, dass sich juristische Unterstützung rentiert: Arbeitnehmer, die auf das Verhandlungsgeschick und die Erfahrung eines Anwalts setzen, können bei einer Kündigungsschutzklage bis zu viermal mehr Abfindung herausholen.

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