Ist eine Kündigung per E-Mail zulässig?

Ein Arbeitsverhältnis kann nur in Schriftform beendet werden. Das gilt gleichermaßen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wir erklären, was genau das bedeutet und welche weiteren rechtlichen Anforderungen außerdem für eine wirksame Kündigung gelten.

Kurz gesagt

  • Den Arbeitsvertrag per E-Mail zu beenden, ist vom Gesetzgeber verboten – aus zwei bestimmten Gründen.
  • Insbesondere für Arbeitgeber gelten grundsätzlich hohe rechtliche Anforderungen an eine wirksame Kündigung.
  • Unterlaufen dem Unternehmen im Kündigungsschreiben inhaltliche oder formale Fehler, können Angestellte sich per Klage wehren.

Nein, ein Arbeitsvertrag lässt sich nicht per E-Mail beenden – weder vom Arbeitnehmer noch vom Arbeitgeber. Der Gesetzgeber schließt den elektronischen Weg explizit aus. Aus zwei Gründen:

  • Der Absender kann nicht zweifelsfrei beweisen, dass die E-Mail den Empfänger erreicht hat.
  • Die erforderliche Form ist aufwendiger und soll die Parteien vor unüberlegten Spontanhandlungen schützen.

Auch heute kann ein Arbeitsvertrag daher ausschließlich auf dem klassischen Weg, nämlich nur in Schriftform gekündigt werden. Eine Kündigung per E-Mail, per Fax, per Whatsapp oder auf ähnlichen Wegen genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht und ist deswegen unwirksam.

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Arbeitsverträge – und auch Mietverträge – können nur in Schriftform gekündigt werden. Das bedeutet konkret, dass das Kündigungsschreiben zwingend

  • auf Papier ausgedruckt und
  • handschriftlich unterschrieben sein muss.

Neben der Schriftform gibt es noch weitere Formalien, die Angestellte beachten müssen, um ihr Arbeitsverhältnis wirksam zu beenden. Ausführliche Informationen zu allen Regeln und Fristen erhalten Sie im Beitrag “Kündigung des Arbeitsvertrags: Das müssen Arbeitnehmer beachten”.

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Das Kündigungsschutzgesetz schreibt vier rechtliche Anforderungen vor, die Arbeitgeber erfüllen müssen, um wirksam zu kündigen. Das Unternehmen muss

  • einen zulässigen Kündigungsgrund angeben, der sich im Zweifelsfall vor Gericht beweisen lässt.
  • die vereinbarte Kündigungsfrist einhalten.
  • den besonderen Kündigungsschutz beachten.
  • formale Anforderungen wie z. B. die Schriftform einhalten.

Ausführliche Informationen zu den vier gesetzlichen Anforderungen erhalten Sie im Beitrag “Ordentliche Kündigung: Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern”.

Unterlaufen dem Unternehmen in der Kündigung Fehler, ist sie unwirksam und lässt sich per Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht anfechten. Im Erfolgsfall entsteht dem Arbeitnehmer dadurch ein Anspruch auf Abfindung.

Wichtig: Nach Erhalt der Kündigung bleiben nur drei Wochen Zeit, um Klage einzureichen. Läuft die 3-Wochen-Frist ab, ist die Kündigung in jedem Fall wirksam.

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